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22. juni 2004: kjölur
wie angekündigt, machen wir uns zu erst zu der ortsansässigen
nissanvertretung. dem mech, zumindest englischtaubundstumm,
machen wir gestikularisch klar, dass wir die batterie und den
keilriemen gecheckt haben wollen, er misst und schraubt und
versichert, der waren sei ok. herzlichen dank an dieser stelle
an den unbekannten mechaniker!
wir trauen ihm aber nicht recht - hat er uns nun verstanden
oder nicht? so fahren wir zur nächsten vertretung in hella.
diesmal werden wir verstanden und klagen unser leid, dass wir
den eindruck hätten, der wagen läufe nicht rund. er
sagt, er höre nichts aussergewöhnliches, wir insistieren.
so springt schliesslich dieser mech mit den worten "i will
check it for you!" ins auto un fährt weg. wir schauen
uns ziemlich verdutzt an ;-) nach seiner runde versichert er
uns, dass der wagen in ordnung sei. das komische geräusch
rühre von einem kleinen loch im auspuff her. wir sind beruhigt.
dann
wollen wir, dass er die scheibenwischer auswecheselt. er beäugt
sie und meint, dass auch die ok seinen. wir versichern ihm,
dass das nicht der fall ist. er setzt sich nommal in den wagen,
spritzt und wischt - tatsächlich schmieren sie immer noch
(wie sind erleichtert ;-). unser struppi (den namen hat er wegen
seiner gewagten frisur von uns bekommen) begründet das
geschmiere mit einer chitinschicht auf der scheibe, gumpt in
die garage, kommt mit einem schwedischen spray (den er uns triumpherend
unter die nase hält und meint, das käme von uns...
na ja, schweiz - schweden, bekanntes problem), schäumt
die ganze scheibe ein, spült ab und leert zuletzt ein fläschchen
flüssigkeit in das scheibenwischwasser. würde er mit
dem auto ins hochland? "ja", die bestimmte antwort.
so ein netter kerl, wir werden uns wiedersehen!
wir
fahren die kjölur hoch. unsere erste richtige hochlandüberquerung
kann beginnen. "furtenstichstrassen" lassen wir allerdings
wohlweisslich aus. die "strasse" ist nicht schlecht,
ein bisschen holprig. in hveravellir machen wir rast, besuchen
das kleine, hübsche solfataren und fumarolengebiet und
erfreuen uns an den touriströmen.
kaputt kommen wir in hvammstangi an, suchen eine unterkunft,
kommen privat unter, essen in einer tankstelle (was schlaueres
gibts da nicht) und freuen uns auf morgen.
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