11. juni 2004: mývatn
durch
die reizvolle aschenwüste hólassandur gelangen wir
an den mývatn ("mückensee" - von den mücken,
vor welchen in allen reiseführern gewarnt wird, haben wir
nur wenige zu gesicht bekommen - worüber wir gar nicht
traurig waren). wir haben glück und finden in vogar eine
zahlbare schlafsackunterkunft.
die krafla ist ein vulkansystem mit ca. 25 km
durchmesser. dazu gehört der krater víti ("hölle",
ein weiterer víti-krater findet sich in der askja-caldera).
er entstand 1724, heute ist er mit wasser gefüllt. ein
kleines solfatarenfeld rundet den besuch ab.
das
beste kommt erst: die vulkanspalte leirhnjúkur! unterhalb
der krafla können wir einen parkplatz sehen. mehr durch
zufall beschliessen wir nachzusehen, was es da zu gucken gibt.
glasige lava, solfataren, karge vegetation (wenn überhaupt)
- schlichtweg atemberaubend. diese spalte ist "neu",
d.h. sie ist 1984 das letzte mal ausgebrochen. dementsprechend
ist die lava an vielen stellen noch warm und es dampft aus allen
löchern und spalten. die empfehlung, den weg nicht zu verlassen,
leuchtet ein!
des teufels küche finden wir im geothermalgebiet
von námaskarð. überall blubbert, dampft und
faucht es! ein spektakel welches durch den durchdringenden geruch
von schwefel zu einem natürlichen gesamtkunstwert wird!
sufataren, schlammtöpfe und fumarolen am fusse des namafjalls
sind nicht von ungefähr eine hauptattraktion der mývatnregion!
ein kurzer abstecher zur spalte grjótagjá.
theoretisch könnte man darin baden, wegen den bakterien
aber nicht empfehlenswert, auch wenn das wasser wohltemperiert
und glasklar erscheint.
als letztes für heute wollten wir dimmuborgir
("düstere felsen") besuchen. aus versehen haben
wir den längsten rundgang eingeschlagen. hungrig, lava
rauf, lava runter, ohne aussicht konnten wir die bizarren formationen
leider nicht geniessen!
eine riesenpizza und fish & chips erheitert
uns wieder.
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