8. juni 2004: westfjorde / látrabjarg
ziel
von heute: die 14 km langen vogelfelsen von látrabjarg.
d.h. wir müssen die ganze südküste von den westfjorden
abfahren. das wetter sosolala, es nieselt und die strassen (bzw.
der "strassenschlamm") tun ihr möglichstes um
die sicht durch die
rückscheibe zu verhindern. die strassen von abenteuerlich,
verwegen, teilweise beinah überhängend, ab und zu
durch leitplanken gesichert. glücklicherweise ist ein bisschen
mehr geteert, als auf der karte angegeben.
fjord rein, fjord raus, mal über den berg,
mal aussen rum - ewig! wir sind fast da, oder doch nicht? zweifeln
an unserem vorhaben! wie wenn das noch nicht genug wäre,
verschlechtert sich das wetter. noch schchtere, schmalere strassen
tun ihr übriges. nebel zieht auf. 
dies führt zu einer geheimnisvollen, fast mystischen stimmung,
die sicht bei vielleicht 50 - 60 metern.
nach endlosen 226 km bzw. fast vier stunden fahrt
sind wir endlich da... am westlichsten punkt der westfjorde,
islands, europas!
schlichtweg
sensationell! die vögel, die felsen, das nicht mehr ganz
so unfreundliche wetter lassen alle mühen vergessen! wir
knipsen, was das zeug hält, v.a. papageientaucher, die
gar nicht scheu, eher neugierig, etwas tolpatschig und doch
elegant "geschminkt" zuoberst auf dem vogelfelsen
ihre bruthöhlen haben .
das wetter verbessert sich, als wir uns auf den
rückweg machen.nicht weit von látrabjarg liegen
zwei siedlungen: brunnar und hvallátur. ich glaube, dass
man hier geboren werden muss, um es hier in dieser einsamkeit
auszuhalten!
endlos
fahren wir den gleichen weg zurück. sozusagen wieder vorne
an den westfjorden queren wir über die tröllatungaheiði
richtung nordisland. diese strecke erinnert an den ersten nissan
almera tag. wir haben zwar extra den, auf der karte braun (und
nicht gelb!) eingezeichneten weg genommen. na ja, schlechte
strasse mit 16 % steigung mit kurven und grobem schlotter. wir
fragen uns wie die gelbe strasse ausgesehen hätte... almi
(unser auto wurde unterdessen getauft) hälts aus. oben
angekommen verläuft die strasse auf dem ufer eines sees
und ist ensprechend schräg - mal was anderes!
gesund und munter unten angekommen, gehen wir
in hólmavík essen. isländischer spezialitätenabend:
fisch mit kartoffeln und papageientaucherbrust mit kroketten
und beeren. na ja, geschmackssache, kleine bemerkung dazu: auf
dem felsen sind mir die tierchen lieber.
leider hier keine unterkunft mehr frei. gezwungenermassen
fahren wir weiter, können unterweg die mitternachtssonne
fotografieren und geniessen. auf dem campingplatz von borðeyri
schlagen wir am frühen morgen und völlig k.o. schliesslich
unser zelt auf.
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