5. juni 2004: reykjavík / autoübernahme
/ þingvellir
nach
einigem hin und her haben wir endlich "unser" auto
bekommen.
das erste hatte schon bei der übernahme einen paar offensichtliche
mängel sowie einen reparaturbedürftigen schaden, das
zweite angebotene auto entsprach nicht der gebuchten kategorie,
das dritte schliesslich war tip top - was sich auch während
den folgenden zwei wochen bestätigen sollte! ein silberner
nissan almera.
das freilichtmuseum ist montags nur zum teil
offen -reduzierter betrieb. trotzdem bekommen wir einen ersten
eindruck der früheren, traditionellen lebensweise in island.
weil
es heute richtig schön ist, fahren wir nochmals zur "perle",
um unsere gestrigen regenfotos bei schönem wetter zu wiederholen.
um die folgenden tage zu überleben decken
wir uns im kringlan - einem grossen einkaufszentrum - mit überlebensrationen
ein. eine schachtel beherrbergt nun unsere lebensmittel auf
dem rücksitz.
ein zweiter direktverkauf, da gestern die pullis,
jacken, kappen nicht erstanden worden waren, wird in mosfellsbær
anvisiert. knapp vor der schliessung besichtigen wir, ohne erfolg,
den verkaufsraum. machen keine beute!
unterdessen schon 18.00 uhr und wir verlassen
nun entgültig die region um reykjavík.
wetter, wolkenformationen, durchbrechende sonne
macht die fahrt nach þingvellir zum erlebnis!
durch die almannagjá (allmänner-schlucht)
- welche aus nichts geringerem, als auseinanderdriftenden, tektonischen
platten (europäische und amerikanische) besteht - spazieren
wir hinunter.
von 930 bis 1262 fand hier das althing (isländisch alþingi)
statt. die teilnahme an der versammlung aller freien und volljährigen
männer war verpflichtend. wieso gerade hier? in der ebene
gabs genug wasser, futter für die pferde, fische konnten
gefangen werden und nicht zuletzt verfügt der ort über
eine sehr gute akustik.
den öxaráfoss besichtigen wir auch bevor wir zurück
zum auto gehen.
über
die gelbe (beinahhochland-) route 52, eine, im veloreiseführer,
als äussert reizvoll beschriebene strecke wollen wir nach
borgarnes. zuviel wurde da nicht versprochen, allerdings konnte
man bei genauerem lesen auch feststellen, dass zumindest zwei
beträchtliche steigungen auf der strecke lagen.
"hei, schau mal wie steil..." - "da müssen
wir hoch" - "...?!?" 15-17% steigungen, je ca.
1 km lang auf groben schotter auf einer nicht fürs kreuzen
angelegten strasse... niemand kommt entgegen, wir bewältigen
den anstieg im ersten gang, das auto riecht streng und erholt
sich rasch wieder ;-)
pferde
in der mitternachtssonne runden unseren tag ab.
die an und für sich kurze strecke hat recht
viel zeit gekostet. wir kommen schliesslich um halb zwölf
in borgarnes an. ganz knapp und dank eines netten tankstellenmitarbeiters
können wir noch ein kaltes sandwich erstehen (eigentlich
war die "lebensmittelabteilung" schon zu) und wir
freunden uns mit dem gedanken "zum ersten mal zelten"
an.
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